Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen, aus Perlen und Stolpersteinen. Manche hinterlassen Spuren an uns, die uns auf dem weiteren Weg immer begleiten werden. Was verbinden wir mit diesen Spuren? Machen sie uns stärker, vorsichtiger oder mutiger, zuversichtlicher oder dankbarer? Erinnern sie uns an prägende Momente oder besondere Menschen? Erst unsere Makel machen uns zu dem, was wir sind. Perfekt unperfekt. Die wahre Ästhetik liegt in der Unvollkommenheit.

»Ich habe eine kleine Narbe von einem Stacheldraht am Oberarm. Wenn ich als Jugendliche nach ihrer Herkunft gefragt wurde, erzählte ich immer, dass ich mich bei der Flucht in den Westen verletzt hätte. Natürlich stimmte das nicht, es war lapidarer Zusammenprall von mir samt Rad mit einem Stacheldrahtzaun, aber die Geschichte mit der Mauer klang wesentlich spannender.“

Narben erzählen uns Geschichten. Sie stehen für Verletzungen und Verlust, aber auch für Heilung und Überwindung. Und genau diese positive Seiten wollen wir mit unserem Projekt »Ästhetik der Unvollkommenheit« zum Vorschein bringen.​​​​​​​
Ausstellung

Eine kleine Idee wird immer größer und bedeutsamer. Wir lassen sie wachsen und finden eine Form, die sie zum Leben erweckt und auf Reisen schickt.
Wir freuen uns sehr darauf, der Welt unsere starken Frauen zu zeigen! In allen Facetten – herzlich, nah, ergreifend, spannend – eben vielfältig, wie Frauen nun einmal sind. 
Mit einem 3-Tages-Programm vom 23. bis 25. Oktober 2020 in unseren Atelierräumen im Eiermannbau Apolda möchten wir unsere Ausstellung präsentieren, Menschen zusammenbringen und den Abschluss unserer bisherigen Werkphase feiern. Vom 26. bis 31. Oktober 2020 besteht die Möglichkeit auf Anfrage die Ausstellung zu besichtigen. 
Damit geben wir den Startschuss und schicken die »Ästhetik der Unvollkommenheit« auf Reisen.
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